Wie teuer ist das Leben in Berlin?

Posted on 15 July, 2018

Im Allgemeinen gilt das Leben in Berlin als relativ günstig – im Unterschied zu anderen deutschen Großstädten. Ein direkter Vergleich der deutschen Städte Berlin, München, Hamburg, Köln und Frankfurt am Main zeigt, das man im Berlin am günstigsten lebt, in Hamburg am teuersten:

  1. Berlin
  2. Frankfurt am Main
  3. Köln
  4. München
  5. Hamburg

Natürlich muss man bedenken, dass dies nur ungefähre Angaben sind. Auch innerhalb einer einzelnen Großstadt gibt es große Unterschiede, wie viel Geld man für die Lebenshaltungskosten ausgeben muss: In schicken und angesagten Teilen von Berlin-Mitte zahlt man für einen Kaffee an einer hippen Location sicherlich mehr als an einem Imbiss in Marzahn. Dennoch lässt sich festhalten: Beispielsweise die Mieten, die Babysitter, das Bier nach Feierabend, Restaurantbesuche oder Schwimmbäder sind in Berlin unschlagbar preiswert unter den deutschen Metropolen. Vor allem für Lebensmittel und Freizeitangebote, auch bei kulturellen Einrichtungen zahlt man in Berlin deutlich weniger. Lediglich die Gebühren für das Wasser und die Versicherungen für das Auto sind in Berlin relativ teuer. Auch Steuern zahlt man in Berlin relativ viel, aber beispielsweise Studierende trifft das in der Regel nicht so hart. Die Preise für Lebensmittel, vor allem Gemüse, aber auch für Benzin zeigen zurzeit allerdings eine nicht unerhebliche Preissteigerung.

Die Gentrifizierung macht auch vor Berlin nicht halt

Leider muss man sagen, dass die Zukunftsaussichten für die Lebenshaltungskosten in Berlin nicht allzu günstig sind. Denn auch hier vieles ist in den letzten Jahren teurer geworden – Tendenz steigend. Vor allem die Gentrifizierung macht den beliebten Stadtteilen wie Mitte zu schaffen. Da finanzkräftige Investoren aus der Immobilienbranche Altbauten günstig kaufen, preiswert sanieren und dann teuer vermieten, ziehen die Mieten vielerorts kräftig an. Aus politischen und sozialen Gründen ist hierüber bereits eine heftige, kontroverse Diskussion entflammt: Darf die Immobilienbranche, die zurzeit boomt, alteingesessene Mieterinnen und Mieter oder Künstler und Studierende, die auf niedrige Mieten angewiesen sind, aus ihrem angestammten Kiez verdrängen?