Was für ein Visum brauche ich, um in Deutschland zu arbeiten?

Posted on 15 July, 2018

Wer aus einem anderen Land kommt, aber mit dem Gedanken spielt, in Deutschland zu arbeiten, hat sich die Frage bestimmt schon gestellt: Brauche ich ein Visum? Die Antwort auf diese Frage hängt vom Herkunftsland ab und von der beruflichen Qualifikation.

Bürgerinnen und Bürger aus der Europäischen Union

Innerhalb der EU besteht das Recht auf Freizügigkeit, d. h., alle entsprechenden Staatsangehörigen dürfen sich in jedem EU-Land unbegrenzt aufhalten und dort auch arbeiten. Sie brauchen weder ein Visum noch eine besondere Erlaubnis, um ein Arbeitsverhältnis aufzunehmen. Übrigens: Dasselbe gilt für Staatsangehörige aus der Schweiz, Liechtenstein, Island und Norwegen. Wenn diese Menschen einreisen wollen, sollten Sie an einen gültigen Pass oder Personalausweis denken. Personen, die in Deutschland leben, müssen hier gemeldet sein, und zwar maximal 14 Tage nach der Ankunft (im Einwohnermeldeamt oder in den zuständigen Bürgerbüros).

Bürgerinnen und Bürger außerhalb der Europäischen Union

Wer mit einer Staatsangehörigkeit außerhalb der EU und den genannten Staaten in Deutschland arbeiten möchte, braucht meist ein Visum, um einzureisen. Dieses Visum kann vor Ort in einen Aufenthaltstitel umgewandelt werden. Dieser Aufenthaltstitel sollte dem Zweck ihres Aufenthaltes entsprechen. Anders verhält es sich bei Bürgerinnen und Bürgern aus den folgenden Ländern:

  • Israel
  • Australien
  • Kanada
  • Japan
  • Republik Korea
  • USA
  • Neuseeland

Diese dürfen ohne Visum einreisen und können vor Beginn eines Arbeitsverhältnisses den Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis stellen. Den passenden Aufenthaltstitel bekommen Sie bei der Ausländerbehörde. In diesem wird schriftlich festgehalten, welche Art von Beschäftigung Ihnen erlaubt ist. Für manche Staaten im ehemaligen Jugoslawien gelten besondere Bestimmungen, über die Sie das Virtuelle Welcome Center bei der Bundesagentur für Arbeit informiert.

Ausnahme: Fachkräfte aus dem Gesundheitsbereich

Wer als Fachkraft im Gesundheitswesen aus einem der 57 Länder stammt, in denen laut Weltgesundheitsorganisation ein Mangel an Gesundheitspersonal besteht, kann in Deutschland arbeiten, wenn er die Stelle selbst gefunden hat.